Fünf Konsortien erarbeiten Konzept für Deutsches Internet-Institut

Auf in die nächste Runde
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Im vorliegenden Fall ist das Ereignis die geplante Gründung eines Deutschen Internet-Institutes und die vorauseilenden Schatten, um in der Metapher zu bleiben, bestehen in der Auswahl von fünf Konsortien. Diese Forschungs-Zusammenschlüsse wiederum sind nun beauftragt, jeweils ein Konzept für das zukünftige Deutsche Internet-Institut zu entwickeln. Die fünf Konsortien wurden durch eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eingesetzte Expertenrunde aus einer Vielzahl von Anträgen ausgewählt. (mehr …)
Amazon Dash-Button – per Knopf zum Kauf

Amazon Dash-Button – per Knopf zum Kauf

 In den USA bietet Amazon seit dem Frühjahr des letzten Jahres Dash-Buttons an. Nun kann auch der deutsche Konsument per Knopfdruck einkaufen gehen.
Dash-Buttons ähneln einem USB-Stick. Pro Stück kosten sie knapp unter 5 Euro. Die aufgedruckte Produktbezeichnung dient nicht der Verzierung, sondern ist im Grunde der wichtigste Punkt an diesen technischen Lebens- und Einkaufshilfen. Jeder Dash-Button dient nämlich der Bestellung genau jenes Produktes, dessen Signet er trägt – sei es Waschpulver, Tierfutter oder Rasierklingen.
Die Idee ist einleuchtend.

Der Besitzer eines solchen Konsum-Knopfes befestigt ihn beispielsweise an seiner Waschmaschine und kann, sobald sich Waschmittelknappheit abzeichnet, durch einen simplen Knopfdruck den Nachschub bestellen.
Die Bestellbestätigung erhält der Kunde auf seinem Smartphone, denn der Dash-Button selbst hat kein Display.

Preisvergleich? Fehlanzeige!

Der kluge Kopf vergleicht Preise – der schnelle Knopf diktiert sie.
So zumindest die inzwischen laut gewordene Kritik an diesem System. Denn wie viel der Kunde bezahlt, erkennt er erst in dem Moment, in dem er die Benachrichtigung auf seinem Smartphone genau studiert. Tatsächlich kam es, so die Kundenklagen, in den USA wiederholt zu unerwarteten Preissprüngen zwischen zwei Bestellungen.

Man kann davon ausgehen, dass die meisten Kunden in solchen Fällen nach einem günstigeren Angebot Ausschau gehalten oder über einen Wechsel zu einem anderen Produkt nachgedacht hätten.
Hiermit kommt der zweite Kritikpunkt in das Blickfeld. Mit dem Kauf des entsprechenden Dash-Buttons legt sich der Kunde auf ein Produkt fest. Produktwechsel bedeutet, einen anderen Dash-Button zu kaufen. Wobei das Angebot an Buttons keineswegs die gesamte Produktvielfalt abbildet, sondern die Kaufentscheidung schon im Vorfeld auf bestimmte Produkte fokussiert. Angebotsvielfalt und die marktwirtschaftliche Konkurrenz um den Kunden werden auf diese Weise zugunsten der Marktmacht des Anbieters Amazon und seiner Vertragspartner zurückgedrängt.

Cash mit Daten durch Dash

Beobachter der Entwicklung gehen davon aus, dass Amazon weniger am Umsatz als an den damit zusammenhängenden Daten interessiert ist. Man kann es Kundennähe nennen, die weniger wohlgesonnene Bezeichnung wäre „der gläserne Kunde“.
In der Gesamtrechnung steht also Bequemlichkeit gegen die Möglichkeit zum Preisvergleich und gegen die Wahl alternativer Waren. Nicht zu vergessen die Frage: Will man den Datenhunger eines Online-Giganten befriedigen?

Chrome vs. Flash – Kampf der Giganten

Chrome vs. Flash – Kampf der Giganten

Die Überschrift musste sein, obwohl es um ein ernsthaftes Thema geht. Google hat schon seit längerer Zeit Adobes Flash Player aus schmalen Augen betrachtet. Dem Plug-in wird eine unziemliche Attraktivität für das Volk der Hacker vorgeworfen. Nicht ganz zu Unrecht, denn erst Anfang Mai musste Adobe eine Zero-Day-Lücke in seinem Flash Player reparieren. Und diese Holterdipolter-Aktion in Bezug auf den nullten Tag war wahrlich die erste ihrer Art. Davon abgesehen wird der Flash Player immer wieder mit Browserabstürzen in Zusammenhang gebracht. Google favorisiert daher schon seit längerer Zeit HTML 5 als Ersatz.
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Zahlenspiele für 1/2016 – von Mammuts und Mückenstichen

Zahlenspiele für 1/2016 – von Mammuts und Mückenstichen

Vor den Statistikern ist nichts sicher, und so fiel der Blick der Zahlenjongleure auch auf Entwicklungen des Internets im ersten Quartal des Jahres 2016. Wobei sich die Frage stellt, welche Bedeutung die in der Statistik aufgezeichneten Entwicklungen wirklich haben. Sind es kleine Ausschläge oder zeichnet sich ein Trend ab, der vielleicht erst in einigen Jahren das Bild der Internetlandschaft verändern wird?
Beispiel Google. Im Bereich der Internet-Suche hat der Marktführer Google drei Prozent Anteil an die Konkurrenten Yahoo und Bing verloren. Drei Prozent sind in Ordnung, wenn es um eine Lohnerhöhung geht. Aber drei Prozent weniger Kunden? Und das bei Google, dem Unternehmen, das mit einem Marktanteil von 90 Prozent nach wie vor wie ein in Bronze gegossenes Mammut auf dem Hügel steht? (mehr …)

Landgericht Düsseldorf gefällt Datenschutz

Landgericht Düsseldorf gefällt Datenschutz

Eine leichte Bewegung mit dem Finger auf der linken Maustaste und der Like-Button wird aktiviert. So geschieht es täglich unzählige Male auf der Welt. Ein nettes Video, ein hübsches paar Schuhe oder ein Kommentar eines anderen, der nicht gefällt… Das Symbol mit dem Daumen hoch oder runter ist ein fester Bestandteil des Internets. Doch welcher Nutzer macht sich nach einem scheinbar harmlosen kleinen Klick Gedanken darüber, was wirklich hinter seiner Bewertung steckt?

Was nämlich kaum einer weiß ist, dass man durch die Aktivierung des Gefällt-mir-Knopfes, wesentlich mehr von sich preis gibt, als nur seinen Gefallen kund zu tun. Das Problem besteht darin, dass über den Like-Button nicht nur Daten der eigenen Nutzer in die Hände von Facebook gelangen, sondern auch die von den Nutzern anderer Internetseiten, die einen solchen Like-Button bei sich integrieren. Übersetzt bedeutet das, dass es völlig gleichgültig ist, ob man als Surfer nun eine Facebook Profil besitzt oder nicht. Die Daten werden aufgesaugt wie ein Schwamm.

„Gefällt“ Urteil für die Nutzer

Gegen diese Art des Datenmissbrauchs haben sich die Verbraucherschützer nun erfolgreich zur Wehr gesetzt. Das Landgericht Düsseldorf hat nun zu diesem komplexen Thema eine Entscheidung getroffen. Zukünftig haben Unternehmen unmissverständlich darüber aufzuklären, dass alle auf diesem Weg erlangten Daten, an das Netzwerk von Facebook fließen. Bisher besteht keinerlei Transparenz über den weiteren Gebrauch der gesammelten Informationen. Das Unglaubliche hierbei ist nämlich, dass nicht nur das Surfverhalten des einzelnen Kunden aufgefangen wird, sondern auch die IP-Adresse des Nutzers weiter geleitet wird.

 

Schluss mit lustig beim Datenklau

An dieser Stelle scheiden sich die Geister aller Beteiligten.
Aus juristischer Sicht, darf die Verwendung einer solchen IP-Adresse nur aus zweierlei Gründen stattfinden. Entweder mit der ausdrücklichen Einwilligung des Surfers oder durch das Vorliegen eines besonderen Grundes auf Seiten des Unternehmens. Per Definition liegt ein besonderer Grund allerdings nur dann vor, wenn der Webseitenbetreiber ohne diese Informationen, nicht weiter handlungsfähig wäre. Als Unternehmer hat man das Recht, seine Seite nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Insofern wäre der Like-Button ein erforderlicher Bestandteil der Seite. Datenschützer halten jedoch dagegen und erklären, dass eine Seiten auch ohne diese Funktion betrieben werden kann.

Durch die aktuelle Rechtsprechung werden die Unternehmen nun dazu gezwungen, den Nutzer auf die entsprechenden Folgen seinen Klicks, hinzuweisen. Eine solche Hinweispflicht muss außerdem klar erkennbar sein und darf nicht im Niemandsland des Kleingedruckten untergehen.
Darauf ein Like!

Quelle

Snowden besorgt um Internetsicherheit

Snowden besorgt um Internetsicherheit

Google Projekt KontaktlinseIn einem Interview warnt der Whistleblower Edward Snowden erneut vor gefährlichen Diensten im Internet. Laut ihm sollen Nutzer vor allem Dropbox, Google und Facebook meiden. Die Unternehmen würden nichts tun, um die Sicherheit der Nutzer zu schützen und beispielsweise Daten in vielen Fällen überhaupt nicht verschlüsseln.
Als Alternative nennt Snowden SpiderOak. Der Dienst nimmt eine Verschlüsselung bereits am Computer des Anwenders vor, was das Abhören erheblich erschwert. Dropbox selbst reagierte in der Vergangenheit schon auf ähnliche Kritik und verwies darauf, dass alle Übertragungen nur verschlüsselt vonstatten gehen würden. (mehr …)