Google testet Werbeanzeigen in Bildersuche

Früher musste man seine Einkäufe im Laden aussuchen, mühsam nach Hause tragen und hatte dann kaum noch die Chance, sie bei Nichtgefallen umzutauschen. Mit der Möglichkeit des Internet-Einkaufs änderte sich das. Man sucht heute über den PC, Laptop oder das Smartphone nach passenden Angeboten, vergleicht diese miteinander, lässt sich die Waren bis an die Haustür liefern und kann innerhalb der Widerrufsfrist vom Kauf zurücktreten, ohne dies irgendwie näher begründen zu müssen. Praktischer geht es kaum.

Doch was wäre die Digitalisierung, wenn sie unseren Alltag nicht immer noch ein wenig bequemer, zeitsparender und moderner machen würde? Wenn man nicht mit einem einzigen Klick noch mehr Informationen zu einem bestimmten Thema erhalten könnte? Das fragte sich anscheinend auch Google und kam nun auf die Idee, sein Anzeigengeschäft deutlich auszuweiten. Wer bei Google einen Suchbegriff eingibt, wird künftig sowohl in der lokalen als auch in der Bilder-Suche passende Werbeanzeigen finden.

Diese Anzeigen sollen dem User die Entscheidung zum Kauf erleichtern. Damit das Ganze nicht zu unübersichtlich wird, werden sich die Suchkriterien eingrenzen lassen. Für jedes Produkt wird es bestimmte Filter geben, mit denen der potentielle Kunde beispielsweise die Farbe, Größe oder die Preisspanne bestimmen kann. Oberhalb der Angebote sollen die Links zu den entsprechenden Shops platziert werden. Man soll sogar an dieser Stelle bereits Informationen zur Produkt-Verfügbarkeit erhalten.

Als Grund für die Neuerung gibt Googles VP of Shopping, Jon Alferness, an, dass die Nutzer ohnehin schon als Informationsquelle für avisierte Produkte überwiegend die Bilder-Suche von Google verwenden würden, die sich durch den künftigen Service noch verbessern ließe. Es mag reine Spekulation sein, dass Fachleute von einer möglichen Konkurrenz zu den Leistungen des Shopping-Riesen Amazon ausgehen. Vorerst befindet sich das neue Werbeformat der Bilder-Suche noch im Test, nur wenige Nutzer können von ihm profitieren. Insbesondere in Europa wird man noch eine Weile warten müssen, bis das Angebot nutzbar ist.

Solange allerdings braucht man sich keine Gedanken darüber zu machen, inwieweit Google auch die neuen Daten zum Kaufverhalten seiner Nutzer speichern wird…