Das rechte Wort am rechten Ort oder: Vorsicht bei dem A-Wort

Ohne Werbung im Internet geht heute kaum etwas. Wo das Stichwort Internet fällt, steht Google direkt in der Nähe. Also auch beim Thema Werbung: Google Adwords ist ein Werkzeug, mit dem Internetunternehmen für sich werben können.
Wobei zu den Vorteilen von Google Adwords die gute Kontrolle über den Erfolg, die Einfachheit und die niedrigen Kosten gezählt werden. Aber hier wie überall – man kann auch die besten Chancen versemmeln. Dazu braucht man sich nicht einmal große Mühe zu geben. Es geht ganz einfach. Daher hier ein kurzer Ratgeber, was man ohne großen Aufwand falsch machen kann.

Falls Sie zu der humorlosen Sorte gehören, die scharf auf den Erfolg ist – bitte schön, dann nehmen Sie es als Liste der Fehler, die Sie nicht machen sollten. Weiterlesen

Google News.

Darf ´s ein wenig mehr sein?

2012 hatte Google einen Marktanteil von 82 Prozent auf dem Gebiet der Mobilsuche auf Tablets und vor allem Smartphones. Zwei Jahre später, 2014, notierten die Marktbeobachter einen Anteil von 64 Prozent, den man angesichts der ehemaligen Marktmacht wohl mit den Beiworten ´nur noch` versehen muss.
Google muss also ein wenig das Röckchen heben, um die Blicke der verwöhnten Konsumenten auf sich zu ziehen. Was nun hervorblitzt heißt ´In App` und ist ein neuer Modus innerhalb der Android Such-App.

In App findet den Kram, den Smartphone-Nutzer in den Tiefen ihres Gerätes vergraben haben – Kalendereinträge, Telefonnummern, To-Do-Listen und ähnliches. Wer die Hochglanzversion braucht: In App kümmert sich um Inhalte, die nutzergeneriert sind. Logischerweise ist eine Internetverbindung nicht notwendig, denn es wird ja nur in den Ecken und Winkeln des eigenen Smartphones gesucht.

Aber bitte kompatibel!
In App geht auf die Suche in kompatiblen Apps, wobei zuerst einmal die Google-eigenen Zusatzprogramme angesprochen werden: Spotify, Youtube und Gmail und einige weitere Apps.
Wem das zu dürftig ist: Innerhalb dieses Jahres sollen noch Glide, Messenger, Facebook und weitere auf die Liste der kompatiblen Apps gesetzt werden.
Vorinstalliert wird die In App-Funktion auf dem demnächst marktreifen LG V20 sein. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen alle Nutzer eines Android-Smartphones per Update in den Genuss der Suchfunktion kommen.
Da es sich, wie oben gesagt, um eine Suchfunktion für vom Nutzer erstellte Inhalte handelt, hat In App nichts mit der Indizierung von Apps zu tun, die Google bei seiner mobilen Internetsuche einsetzt.
Bleibt also abzuwarten, ob In App, wie erhofft, die Nutzer wieder verstärkt zu Google greifen lässt.

Amazon Dash-Button – per Knopf zum Kauf

 In den USA bietet Amazon seit dem Frühjahr des letzten Jahres Dash-Buttons an. Nun kann auch der deutsche Konsument per Knopfdruck einkaufen gehen.
Dash-Buttons ähneln einem USB-Stick. Pro Stück kosten sie knapp unter 5 Euro. Die aufgedruckte Produktbezeichnung dient nicht der Verzierung, sondern ist im Grunde der wichtigste Punkt an diesen technischen Lebens- und Einkaufshilfen. Jeder Dash-Button dient nämlich der Bestellung genau jenes Produktes, dessen Signet er trägt – sei es Waschpulver, Tierfutter oder Rasierklingen.
Die Idee ist einleuchtend.

Der Besitzer eines solchen Konsum-Knopfes befestigt ihn beispielsweise an seiner Waschmaschine und kann, sobald sich Waschmittelknappheit abzeichnet, durch einen simplen Knopfdruck den Nachschub bestellen.
Die Bestellbestätigung erhält der Kunde auf seinem Smartphone, denn der Dash-Button selbst hat kein Display.

Preisvergleich? Fehlanzeige!

Der kluge Kopf vergleicht Preise – der schnelle Knopf diktiert sie.
So zumindest die inzwischen laut gewordene Kritik an diesem System. Denn wie viel der Kunde bezahlt, erkennt er erst in dem Moment, in dem er die Benachrichtigung auf seinem Smartphone genau studiert. Tatsächlich kam es, so die Kundenklagen, in den USA wiederholt zu unerwarteten Preissprüngen zwischen zwei Bestellungen.

Man kann davon ausgehen, dass die meisten Kunden in solchen Fällen nach einem günstigeren Angebot Ausschau gehalten oder über einen Wechsel zu einem anderen Produkt nachgedacht hätten.
Hiermit kommt der zweite Kritikpunkt in das Blickfeld. Mit dem Kauf des entsprechenden Dash-Buttons legt sich der Kunde auf ein Produkt fest. Produktwechsel bedeutet, einen anderen Dash-Button zu kaufen. Wobei das Angebot an Buttons keineswegs die gesamte Produktvielfalt abbildet, sondern die Kaufentscheidung schon im Vorfeld auf bestimmte Produkte fokussiert. Angebotsvielfalt und die marktwirtschaftliche Konkurrenz um den Kunden werden auf diese Weise zugunsten der Marktmacht des Anbieters Amazon und seiner Vertragspartner zurückgedrängt.

Cash mit Daten durch Dash

Beobachter der Entwicklung gehen davon aus, dass Amazon weniger am Umsatz als an den damit zusammenhängenden Daten interessiert ist. Man kann es Kundennähe nennen, die weniger wohlgesonnene Bezeichnung wäre „der gläserne Kunde“.
In der Gesamtrechnung steht also Bequemlichkeit gegen die Möglichkeit zum Preisvergleich und gegen die Wahl alternativer Waren. Nicht zu vergessen die Frage: Will man den Datenhunger eines Online-Giganten befriedigen?