Das rechte Wort am rechten Ort oder: Vorsicht bei dem A-Wort

Ohne Werbung im Internet geht heute kaum etwas. Wo das Stichwort Internet fällt, steht Google direkt in der Nähe. Also auch beim Thema Werbung: Google Adwords ist ein Werkzeug, mit dem Internetunternehmen für sich werben können.
Wobei zu den Vorteilen von Google Adwords die gute Kontrolle über den Erfolg, die Einfachheit und die niedrigen Kosten gezählt werden. Aber hier wie überall – man kann auch die besten Chancen versemmeln. Dazu braucht man sich nicht einmal große Mühe zu geben. Es geht ganz einfach. Daher hier ein kurzer Ratgeber, was man ohne großen Aufwand falsch machen kann.

Falls Sie zu der humorlosen Sorte gehören, die scharf auf den Erfolg ist – bitte schön, dann nehmen Sie es als Liste der Fehler, die Sie nicht machen sollten.

Adwords-Fehler 1: Wir sind dann mal unterwegs!

Fragt sich nur wohin. Oder weniger poetisch: AdWords bringen es nicht! Sondern die richtigen Adwords. Vor Beginn einer Anzeigenkampagne macht man sich klar, wohin es gehen soll. Man wählt die dazu passenden Keywords in ausreichender, aber nicht zu hoher Zahl. 20 können als Richtwert genannt werden.
Vorteil: Die Optimierung und Feineinstellung wird vereinfacht bzw. erst ermöglicht.

Adwords-Fehler 2: Streumunition statt Blattschuss!

Wieder geht es um den Gegensatz von Quantität und Qualität. Wer der Erotik des Fehlermachens verfallen ist, nutzt Masse, vertraut auf die Kategorie der ´weitgehend passenden` Keywords und macht um „ausschließende Keywords“ einen weiten Bogen.
Oben erwähnte humorlose ´Ich will aber gewinnen`- Typen machen es anders. Sie verlassen sich auf die Kategorien ´genau passend` und ´passende Wortgruppe` und nutzen eben auch ausschließende Keywords.
Denn es ergibt keinen Sinn, seine Anzeige den Nutzern vorzuführen, die an den angebotenen Dienstleistungen oder Produkten überhaupt kein Interesse haben.
Zudem ist der regionale Aspekt im Auge zu behalten. Wer eine Werkstatt oder einen Handwerker sucht, macht das klugerweise mit dem Hinweis, in welcher Gegend unseres schönen und doch recht großen Landes besagte Werkstatt denn sein sollte.
Wer sich dazu noch daran erinnert, welche Zielgruppe er ansprechend will, wird bald als Spielverderber aus dem ´Wir machen alles falsch`- Club ausgeschlossen. Die Aussteuerung einer Anzeigenkampagne unter dem Gesichtspunkt von Region und Saison – kein Schneemann-Verkauf im August! – steigert die Erfolgschancen.

Merksatz: Man will nicht einfach Anzeigen präsentieren. Sondern man will seine Anzeigen seinem potenziellen Kunden zeigen.
Bei dem oben angezeigten Beitragsbild kann man einen Blick auf das Problemfeld werfen.

Adwords-Fehler 3: Lasst mich durch!

Wir kennen es von der Tour de France. Da trägt ein Typ das gelbe Leibchen, der kein einziges Mal mit den Siegerehrungsmädels knutschen durfte. Außer beim letzten Mal, beim Gesamtsieg. Auf den es ankommt. Was lernen wir Fußgänger des Internets daraus? Man muss nicht immer die Nummer 1 sein wollen. Sondern man muss Gesamtsieger werden.
Natürlich ist es äußerst verführerisch, sich mit allen Tricks an die erste Position bei Suchanfragen zu setzen. Und natürlich hat man einen Aufmerksamkeitsvorteil. Aber, wie sagt so ein humorloser Fehlervermeider: „Ich will keine Klicks. Ich will Kunden!“ Und mit dieser defätistischen Einstellung fliegt er sofort wieder aus dem Fehler-Club. Denn darum geht es doch!
Viele Klicks! Oder? Äh – das Stichwort heißt hier Conversions, will sagen, das durch eine Anzeige angestrebte Ergebnis.

Was zum Beispiel die Bestellung einer Broschüre sein kann oder das Abonnieren eines Newsletters. Der Unterschied ist fundamental und würde in der analogen Welt den Unterschied zwischen dem Bemerken eines Plakates und der Entscheidung „Weißt du was, Süße, den Schuppen müssen wir mal ausprobieren“ entsprechen.
Also kann das unbedingte Anstreben der Nummer 1-Position nichts als Geldverbrennen bedeuten. Google bietet das Werkzeug des Conversion-Trackings, das auf jeden Fall empfehlenswert ist. Und um es an dieser Stelle auch einmal zu erwähnen – es gibt Experten, die ihre Dienstleistungen auf diesem Gebiet offerieren und teure Fehlschüsse vermeiden helfen…

Adwords-Fehler 4: Hallo Rotkäppchen, ich habe da was für dich!

Wer eine Anzeige schaltet, sollte ein wenig an das sensible Gemüt eines Internetnutzers denken. Selbiges sensible Gemüt führt nämlich bald zu einem gewissen Frustrationseffekt, wenn zwischen der Anzeige und dem Angebot der Seite, auf die er gelockt wurde, ein Widerspruch besteht. Man könnte es gerne auch im Primanerdeutsch formulieren: Der Nutzer fühlt sich verarscht!

Was zu zwei Effekten führt: Der Nutzer hat zwar auf die Anzeige geklickt – Hurra – wird aber nicht zum Kunden – och. Diese Nutzeraktion war Geldverbrennung für den Anbieter. Schlimmer noch – der Nutzer wird beim nächsten Mal kein Interesse mehr an der Anzeige haben, weil er Vertrauen verloren hat und wie sieht Google eigentlich dieses Verhalten des fluchtartigen Verlassens der „Landingpage“?
Daher muss man sich der Mühe unterziehen, seine Produkte sehr konkret und sehr spezifisch zu bewerben. Keine Verallgemeinerungen, sondern eine angemessene Abstimmung zwischen Anzeige, Produktbeschreibung und der Seite, auf die der Kunde geleitet wird.

Merksatz: Auch Internet-Surfer haben ein Recht darauf, dass man ihre Zeit nicht verschwendet.

Adwords-Fehler 5: Mobile? Meinten Sie Mobile Dick?

Nein, gemeint sind jene tragbaren Geräte, die sich von ihrem Urahn Telephon inzwischen so unterscheiden wie weiße Wale von Amöben. Wenn sich Google bewegt, dann lohnt es sich, die Richtung zu beobachten. Und Google geht in Richtung vermehrter Nutzung mobiler Endgeräte bei der Internetsuche. Hier kann man also Potenzial verschenken, indem man die mobilen Endgeräte ignoriert oder so tut, als wären es dieselben Dinger, die kistenartig unterm Schreibtisch rödeln. Das gibt eine Premiummitgliedschaft im Fehler-Club. Für alle anderen empfiehlt es sich, die Anzeigen und die eigene Webseite auf diesen sich entwickelnden Markt hin zu optimieren, um dem Nutzer einen Auftritt zu präsentieren, der für ihn hilfreich ist, durch den er sich als Kunde ernst genommen fühlt und der ihn zu den entscheidenden Klicks animiert.

Bei Fragen zu weiteren Risiken und Nebenwirkungen von Adwords freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme!