Geht ´s ein bisschen schneller?

Im Juli des Jahres 2018 war es, da wurde das Thema Pagespeed zu einem offiziellen Faktor im Ranking bei der mobilen Suche. Google hatte dieses Update ganz gegen seine sonstigen Gepflogenheiten schon vorher angekündigt und nicht, wie sonst üblich, zur Freude aller Webmaster wie das Teufelchen aus der Kiste springen lassen. Pagespeed auf Mobilgeräten wird damit den Desktop-Endgeräten gleichgestellt. Hintergrund ist schlichtweg, dass Google sich an den Bedürfnissen und Erfahrungen der Nutzer orientieren will. Denn langsame Websites verlieren bis zu 90% der möglichen Nutzer, gehören also wirtschaftlich eindeutig zu den Verlierern. Und wer mag schon Verlierer?

Es ist kompliziert

Obigen Satz kennt man, wenn der Partner einem klar macht, dass es aus ist. Im Bereich der Websites ist es allerdings wirklich kompliziert, weil eine ganze Kohorte von Faktoren die für den Erfolg so wichtige Position im Ranking bestimmen. Pagespeed, also die Zeit, die eine Seite braucht, um sich aufzubauen, zählt zu den vorrangig technischen Komponenten. Aber die Liste der für die SEO bestimmenden Faktoren ist etwa so lang und so übersichtlich wie das deutsche Steuerrecht.

Zu den zahlreichen Tools, die Seitengeschwindigkeiten messen, gehört auch Googles Pagespeed Insights. Inzwischen bietet dieses Hilfsmittel den Überblick über echte Ladezeiten häufig besuchter Webseiten. Man erhält Durchschnittswerte für FCP (First Contentful Paint) – den Moment, in dem der Nutzer merkt, dass sich die Seite aufbaut – und DCL (DOM Content Loaded) – den Moment, in dem die Seite fertig geladen ist.

Wenig verwunderlich ist, dass der Nutzer weiße Seiten ohne erkennbaren Fortschritt beim Laden mit Absprung bestraft. Nach Google-Untersuchungen reichen ein bis drei Sekunden Ladezeit, um den potenziellen Nutzer mit einer um 32% größeren Wahrscheinlichkeit abspringen zu lassen, bei einer Ladezeit bis zu fünf Sekunden steigt die Wahrscheinlichkeit auf 90%.Etwa 50% aller Seiten brauchen auf Mobilgeräten etwa zwei Sekunden, um zur Verfügung zu stehen, auf dem Desktop ist es durchschnittlich nur eine Sekunde.

Tempo bringt Cash

Es ist also ziemlich eindeutig, dass die Pagespeed-Optimierung ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Optimierte Bilder, aktiviertes Browser-Caching, komprimierter Quelltext und verringerte Antwortzeit des Servers sind erste Schritte in Richtung mehr Pagespeed und mehr Nutzer.

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