Pay (Pal) Attention!!

Aufgepasst Leute, wir leben in aufregenden Zeiten. Aber sie sind noch nicht aufregend genug. Macht nichts, denn wir machen sie uns aufregend. Früher, also in den Zeiten als alte weiße heterosexuelle Männer noch als Mitmenschen akzeptiert wurden – sie schrieben zum Beispiel Bücher wie „Der Stechlin“ oder „Krieg und Frieden“ oder malten Bilder wie „Impression, Soleil levant“ – da hießen sie Zeitungsenten oder Tartarenmeldungen. Heute ist alles cooler und globaler, alte weiße Männer sind bäh bis uuuarrgh und es heißt Fake News.

Nach diesem Aufwärmprogramm kommen wir zum Kern der Sache, nämlich der Meldung, dass Google den Bezahldienst Pay Pal aus seinem Dienst Google Pay entfernt habe. Anlass war die bekannte und bewährte Schlechtigkeit der Menschen, konkret einiger Betrüger, denen es gelungen war, Geld von Pay Pal auf dem Weg über Google Pay abzubuchen.
Ein Blog wusste zu berichten, dass Google die Notbremse gezogen und Pay Pal schlicht vor die Tür geschubst habe. Berichte von Nutzern schwirrten durch das Netz, dass es nicht mehr möglich sei, Pay Pal über Google Pay zu seinen Zahlungsarten hinzuzufügen. Andere Meldungen sagten, behaupteten, versicherten oder bestätigten, dass Bestandsnutzer davon nicht betroffen seien und die Maßnahme nur die eben erwähnten Neukunden betreffe.

Die Geldbombe platzt
Und dann dämmerte der Morgen des 27. Februar 2020, der Winter hatte einen Kurzauftritt, die Uhr tickte, die Zeiger rückten auf halb vier Uhr und es geschah, dass Tante Google – oder Onkel Google, das ist etwas unklar – aus dem Fenster schaute und fragte: „Leute, was habt ihr denn? Es ist nichts deaktiviert worden, wir mögen Pay Pal noch immer, die ganze Aufregung kommt nur von einem Fehler, der bei einigen wenigen Nutzern auftrat.“

Rums – und zu war das Fenster. Na ja, wir gehen nach Hause und überlegen uns, aus welchem Geheimdienstlabor das Coronavirus entfleucht ist, warum es keine Reptilien befällt und was das über die wahren Herrscher der Welt sagt.