Platzfragen

Ist es eine Nachricht, die nur für zwanghafte Leser der Wirtschaftsseiten von Interesse ist oder sind es die ersten Risse im Eis, die auf eine Veränderung hindeuten? Erinnern wir uns nur an den historischen 20. März, an dem 35 Milliarden Dollar Börsenwert im Nichts verpufften, weil die Aktien von Facebook um sieben Prozent Richtung Keller rutschten.

Nun gut, für Mister Zuckerberg bleibt noch genug übrig. Dennoch kochte wieder einmal eine Diskussion über Datensicherheit, Datensammlungen und den Einfluss sozialer Netzwerke auf das gesellschaftliche Zusammenleben hoch. Und solche Konzerne sind wie die Mafia – Schlagzeilen sind schlecht für ´s Geschäft.
Geschäft – das führt zum eigentlichen Thema. Jeff Bezos, Amazon-Gründer, hat wenig Haare, aber viel Geld!

Die Aktien seines Unternehmens stiegen im laufenden Jahr um gewaltige 35%. Das macht rechnerisch etwa 770 Milliarden Dollar. Vielleicht interessanter ist die Frage, wen der Konzern in der Rangfolge der wertvollsten börsennotierten Unternehmen verdrängt hat. Es ist Alphabet, der Google-Mutterkonzern, der auf Platz drei rutschte. Wertvollstes Unternehmen ist nach wie vor Apple.

Lassen wir die Spielereien über reichste und zweitreichste Männer der Welt beiseite und fragen uns, ob hinter den Rechenspielen der Börsianer vielleicht nicht doch eine Änderung der Sichtweise steht. Apple baut reale Dinge, Amazon verkauft reale Dinge. Google verkauft Daten. Gibt es einen Aufstand der Götter der analogen Welt? Man wird sehen.