Google Projekt Kontaktlinse

Snowden besorgt um Internetsicherheit

Google Projekt KontaktlinseIn einem Interview warnt der Whistleblower Edward Snowden erneut vor gefährlichen Diensten im Internet. Laut ihm sollen Nutzer vor allem Dropbox, Google und Facebook meiden. Die Unternehmen würden nichts tun, um die Sicherheit der Nutzer zu schützen und beispielsweise Daten in vielen Fällen überhaupt nicht verschlüsseln.
Als Alternative nennt Snowden SpiderOak. Der Dienst nimmt eine Verschlüsselung bereits am Computer des Anwenders vor, was das Abhören erheblich erschwert. Dropbox selbst reagierte in der Vergangenheit schon auf ähnliche Kritik und verwies darauf, dass alle Übertragungen nur verschlüsselt vonstatten gehen würden.

Sind Facebook und Google gefährlich?

Auch Facebook und Google müssen sich von Snowden Kritik gefallen lassen. Der derzeit im Exil lebende Amerikaner nannte die Dienste explizit gefährlich und empfiehlt, sich komplett davon fernzuhalten. Etwas ironisch ist dabei allerdings, dass eben jenes Interview mit Google Hangouts geführt würde. Zumindest ist im entsprechenden Video das Google Logo deutlich zu sehen.
Edward Snowden deckte im Sommer 2013 einen der wohl größten Skandale in der Geschichte der amerikanischen Geheimdienste auf. Schon seit Jahren hören diese systematisch Bürger im In- und Ausland ab und verwenden die Daten zu eigenen Zwecken.

Bedenklich ist dabei, dass laut Snowden auch große Technologieunternehmen wie Apple, Microsoft oder eben Google und Facebook direkt in die Angelegenheit involviert sind. Teilweise sollen die Unternehmen sogar von der US-Regierung dazu gezwungen werden, sensible Informationen weiterzugeben. Allein aus diesem Grund ist eine gesunde Portion Vorsicht im Internet sicherlich angebracht. Grundsätzlich gibt es auch für jeden großen Dienst viele Alternativen, die zum Teil bedeutend mehr für die Sicherheit ihrer Nutzer tun.