Tor zur Zukunft in Deutschlands Tor zur Welt

Sobald ein Thema wichtig genug ist, um sich durch die dicke Haut der deutschen Politikblase zu bohren und als neue Feder im Rad der Polit-Pfauen zu schillern, kann Otto Normalverbraucher es eigentlich schon längst nicht mehr hören. In diesem Fall: Digitalisierung.

Da können wir drüber nachdenken, wenn das Internet mal wieder so langsam ist wie die Sauschwänzlebahn bei dichtem Nebel.
Aber es gibt Hoffnung. Google glaubt noch an Deutschland und eröffnet in seiner Zentrale in Hamburg eine Zukunftswerkstatt. Hinter dieser sympathisch bescheidenen Bezeichnung verbirgt sich das Angebot, interessierte Besucher fit für den technischen Fortschritt zu machen, beispielsweise im Bereich des Online-Marketings.

Auch Googles Digital-Fitness-Training soll vorzugsweise online erfolgen. Der Internetkonzern hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 in Deutschland wenigstens zwei Millionen Menschen mit seinen Kursangeboten zu erreichen.

Die Werkstatt-Eröffnung bot Gelegenheit die Litanei des digitalen Futurismus hören zu lassen: Digitalisierung schluckt Arbeitsplätze, schafft auch welche. In der Idealvorstellung ein Nullsummenspiel. Aber nur wenn alle mitmachen, die Politik aufwacht, die Schüler in die Form von Digital Natives gegossen werden und auch die Wirtschaft mitzieht. Man stellte fest, dass Fähigkeit zur Teamarbeit, zum selbständigen Arbeiten und Organisationstalent bei zunehmender Digitalisierung an Wichtigkeit gewinnen.
Das war allerdings schon bei unseren germanischen Ur-Ahnen so, wenn mal wieder ein römischer Posten dran glauben musste. Was soll uns also schon passieren, zumal in Berlin doch jetzt der (die) digitale Bär steppt!