Zahlenspiele für 1/2016 – von Mammuts und Mückenstichen

Vor den Statistikern ist nichts sicher, und so fiel der Blick der Zahlenjongleure auch auf Entwicklungen des Internets im ersten Quartal des Jahres 2016. Wobei sich die Frage stellt, welche Bedeutung die in der Statistik aufgezeichneten Entwicklungen wirklich haben. Sind es kleine Ausschläge oder zeichnet sich ein Trend ab, der vielleicht erst in einigen Jahren das Bild der Internetlandschaft verändern wird?
Beispiel Google. Im Bereich der Internet-Suche hat der Marktführer Google drei Prozent Anteil an die Konkurrenten Yahoo und Bing verloren. Drei Prozent sind in Ordnung, wenn es um eine Lohnerhöhung geht. Aber drei Prozent weniger Kunden? Und das bei Google, dem Unternehmen, das mit einem Marktanteil von 90 Prozent nach wie vor wie ein in Bronze gegossenes Mammut auf dem Hügel steht? Zumal der Zuwachs von Yahoo bei gigantischen 0,37 Prozent lag, während Bing 1,3 Prozent zulegte und jetzt 4,40 Prozent des Marktes für sich vereinnahmt hat. Yahoo kaut auf einem 1,67 Prozent-Stück vom Kuchen, den Rest teilen sich ´Diverse` und dann gibt es ja noch das Mammut mit 89,90 Prozent.

Während der Suchmaschinen-Marktführer Google also leicht verlor, konnte Marktführer Android seine Stellung bei den mobilen Plattformen auf 57,5 Prozent Marktanteil ausbauen. Die ersten drei Monate 2016 brachten einen Gewinn von 1,5 Prozent, den Android vom Anteil von Windows Phone und Apple iOS abnagte.
Im Bereich der Browser steht Firefox mit 43 Prozent Marktanteil zwar beherrschend da, hat aber mit Chrome einen ernsthaften Herausforderer auf dem Spielfeld. Chrome verbesserte sich auf 25,8 Prozent Marktanteil und saugte dafür immerhin 2,6 Prozent vom feurigen Füchslein ab.

Während sich diese beiden Konkurrenten also auf hohem Niveau ärgern, blieb Microsofts Jagd auf Marktanteile bei den Browsern in den Startlöchern stecken. Für Windows 10 steht Edge als neu entwickelter Standardbrowser bereit. Nur – in den ersten drei Monaten des Jahres musste Edge die Rolle der unverkauften Braut spielen und schaffte nicht einmal einen Anteil von einem einzigen Prozent.

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